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Das Bad stilsicher gestalten

Weg von Einheitsfliesen an Wand und Decke, hin zu individuell gestalteten Wohlfühloasen. Soweit so gut, aber: Was muss man bei der Gestaltung moderner Badezimmer beachten? Holz, Keramik, Fliesen und Tapete lassen Wand und Boden im Badezimmer ganz neu erstrahlen. Dabei gibt es ein paar kleinere Gestaltungshinweise, die stimmige Konzepte entstehen lassen, in denen man sich ausgiebig und gern entspannen kann.
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Ein Badezimmer gestalten – bloß wie?

Irgendwann stellt sich die Frage, wie sich das heimische Badezimmer schick und stilsicher gestalten lässt. Entweder, weil ein brandneuer Neubau bezogen wird oder weil nach einem Umzug die alte Einrichtung zum neuen Badezimmergrundriss passen soll – oder weil eine umfassende Badsanierung ansteht und der bisherige Stil radikal verworfen werden soll.

Drei Grundsatzfragen stellen sich dabei ganz zu Beginn:

  1. Wie viel Spielraum ist für die Gestaltung vorhanden, sprich: Mietwohnung oder Eigenheim?
    Im Eigenheim ist der Spielraum oft „nur“ durch das Budget begrenzt. Von dieser einen Grenze abgesehen, kann man flexibel schalten und walten, wie man möchte. Anders sieht es bei Mietern aus. Denn hier wird für größere Umgestaltungsmaßnahmen immer das Einverständnis des Vermieters erforderlich – besser, man fragt dann vorab nach, welche Renovierungsarbeiten für den Vermieter akzeptabel sind.


  2. Wie viele Personen und mit welchen Bedürfnissen werden das Bad benutzen?
    Wird das Bad vor allem von ein bis zwei Personen genutzt, die sich im Badezimmer kaum über den Weg laufen – oder doch eher von der quirligen Kinderschar, die immer alle gleichzeitig zur Toilette, ans Waschbecken oder in die Dusche müssen? Ähnliche Überlegungen sollte man beim Thema behinderten- und altersgerechte Gestaltung anstellen: Wird das Bad aktuell oder in absehbarer Zukunft von jemandem mit körperlichen Einschränkungen genutzt? Wie sieht es mit barrierefreiem Zugang zu Badewanne, Dusche, Waschbecken und Toilette aus?


  3. Wie sind die baulichen Voraussetzungen – Anschlüsse, Leitungen, Heizung & Licht?
    Wunderschöne Umbaupläne für vorhandene Bäder scheitern oft an dem, was bereits an Anschlüssen für Wasser und Strom verlegt ist. Vor der Sanierung stellt sich dann oft die Frage: Wände aufstemmen und Leitungen neu verlegen (lassen) – oder lieber die Pläne anpassen?

Ist der Rahmen für die Planung gesteckt, geht es an die Details: Holzböden, fliesenfreie Wände oder eine traditionelle Gestaltung sind genauso denkbar, wie die Ausrichtung auf spezielle Einrichtungsstile.

Bad gestalten, aber richtig: Farben, Wand & Boden

Tipp 1: Farbgestaltung

Ton-in-Ton oder mit starken Kontrasten – welche Badezimmerfarben passen zum eigenen Anspruch an das heimische Badezimmer?

Dunkle Grundtöne benötigen umsichtige Beleuchtungskonzepte, damit das Badezimmer auch in der dunklen Herbst- und Winterzeit gut beleuchtet wird – denn das von außen einfallende Tageslicht reicht kaum aus, wenn man nicht auf große Fenster bauen kann.

Helle Grundtöne, vor allem aber bei weißen Fliesen an Wand und Boden, lassen die Wohlfühloase schnell kalt und steril wirken. Farbige Accessoires wie Handtücher oder Badematten sorgen für optisch wärmere Räume, wenn sie geschickt verteilt werden.

Wichtig: Kontraste lassen sich punktuell setzen - mit farbigen Badtextilien oder Armaturen - oder flächig in Form von Wand- und Bodenverzierungen. Je größer das Badezimmer, desto größer können auch Kontrastbereiche ausfallen. Bei kleinen oder sehr dunklen Badezimmern ist es dagegen oft sinnvoller, sich auf sehr wenige, ausdrucksstarke Highlights zu beschränken.

Tipp 2: Wandgestaltung

Mit Fliesen ist es im modernen Badezimmer längst nicht mehr getan. Die Optionen fallen reichlich aus: Tapeten, Fliesen in den verschiedensten Formaten, großformatige Glasplatten, Holzpanele oder schlichter Putz zieren die Wände moderner Bäder.

Wichtig: Augen auf für Materialien, die ausdrücklich für die Verwendung in feuchter Umgebung geeignet sind. Insbesondere Wandleuchten oder teure Tapeten sollten vor dem Kauf entsprechend hinterfragt werden. Wirklich gute Badezimmertapeten wirken schimmelabweisend und sich leicht zu reinigen, um Kalkflecken unkompliziert zu entfernen. Strukturierter Putz ist dagegen teils schwerer sauber zu halten, wenn sich Staub und Kalk über längere Zeit dort sammeln. Ähnlich sieht es mit dekorativen, strukturierten Naturstein-Verkleidungen aus.

Tipp 3: Bodengestaltung

Der Holzboden im Bad galt lange Zeit als unmöglich. Zu schnell entstanden Mängel durch Feuchtigkeitsschäden. Naturbelassenes Holz und seine klaren Farben wirken sich allerdings sehr positiv auf die Raumgestaltung aus, ein Verzicht auf Holz als Bodenbelag wäre für so manches Raumkonzept deshalb wirklich schade. Zum Glück gibt es mittlerweile Abhilfe: Wasserresistente Hölzer, spezielle natürlich wirkende Oberflächenbehandlungen oder ein ausreichender Abstand zum Spritzwasserbereich ermöglichen den funktionalen Einsatz von Holzböden.

Auch Linoleum und Vinylböden täuschen dank moderner Produktionsverfahren täuschend echt wie ein Holzboden, sind allerdings noch wesentlich unempfindlicher gegenüber Wasserspritzern und Pfützen. Vor allem in Haushalten mit Kindern kann ein Vinylboden sehr viel Sinn machen. "Klassische" Fliesen bieten reichlich Optionen, sich vom Standard "15x15 hochglanz weiß" abzuheben.

Wichtig: Zwischen all den möglichen Kontrasten und auffälligen Materialien braucht es immer auch Elemente im Badezimmer, die dem Auge etwas Ruhe bieten. Die Bodengestaltung bietet sich für eine unaufälligere Ausgestaltung an - dann bleibt mehr Luft, um Wände und Sanitäranlagen herausstechen zu lassen.

Harmonie pur: Badgestaltung im Gleichgewicht

Ob Gestaltung nach strengen Feng Shui-Vorgaben oder eher Pi-mal-Daumen ist für ein schönes Badezimmer fast egal. Fast, denn trotzdem gilt natürlich: Stimmige Konzepte machen Sinn. Erst dann werden aus bunten Zusammenstellungen echte Wohlfühloasen.

Farbtyp: hell Farbtyp: dunkel
Stil: klassisch
  • Fliesen für Wand & Boden in hellen Farben (creme, beige, Pastelltöne)
  • Badarmaturen in Edelstahl, Messing, Keramik
  • Badaccessiores Ton-in-Ton, wenige ausgewählte dunkle Kontraste
  • Beleuchtung in klassischer Form (Decken-/Wandleuchten)

  • Fliesen für Wand & Boden in ausgewählten abgetönten Farben (Anthrazit und verschiedene Abstufungen von braun)
  • Badarmaturen in Keramik, Edelstahl
  • Badaccessoires Ton-in-Ton mit wenigen, ausgewählten hellen Kontrasten (Sand-/Beigetöne, weiß)
  • Beleuchtung in klassischer Form (Decken-/Wandleuchten)
Stil: modern
  • Mix aus Holz, Milchglas und Fliesen für Wand & Boden in Sand- und Beigetönen und hellen Naturholzfarben
  • Badarmaturen in Edelstahl, Keramik & Holz
  • Badaccessoires kontrastreich in warmen, dunklen Tönen
  • Beleuchtung in Form von Spots für Spiegel- und Waschbereiche
  • Mix aus dunklen Hölzern, abgetöntem Glas und Fliesen für Wand & Boden in Anthrazit- und Schwarztönen
  • Badarmaturen in Holz, Keramik oder dunkel gehaltenem Edelstahl
  • Badaccessoires kontrastreich in hellen & kräftigen Farben
  • Beleuchtung in Form von Spots für Spiegel- und Waschbereiche
Wirkung
  • Badezimmer streckt sich optisch durch helle Farbgestaltung
  • kann schnell kühl und steril wirken
  • warm, Höhlenartig und tendenziell eher "kuschelig"
  • Badezimmer kann schnell zu dunkel wirken, benötigt entsprechend gutes Beleuchtungskonzept

Ein wirklich gutes Stilmittel für jede Badveränderung: Spiegel. Sie erweitern den Raum und folgen dem Trend zur indirekten Beleuchtung in Badezimmern. Zusammen mit einer kreativen Badezimmer Beleuchtung bieten die sorgfältig platzierten Spiegel ein ganz auf die eigenen Ansprüche abgestimmtes Lichterlebnis. Bei knappen Budget lassen sich aus einfachen Mitteln wie LED-Stripes und vorhandenen Spiegel hervorragend eigene Lichtinstallationen schaffen. Das Prinzip der "Hintergrundbeleuchtung" kann dann ganz individuell auf Badewannenverkleidungen oder - wenn die LED-Stripes entsprechend Feuchtraumgeprüft sind - auch auf Duschkabinen ausgeweitet werden.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Sabrina Sailer, Redakteur www.Modernes-Bad.com