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Badezimmer Farben und Farbideen für moderne Badezimmer

Orange in den 70er Jahren, Senfgelbgrün oder schlichtes weiß in den 80ern - Badezimmer Farbe orientiert sich immer an gerade vorherrschenden Trends. Moderne Badezimmer sind heute sowohl farbenfroher, als auch dezenter: Farbakzente werden wohldosiert eingesetzt, daneben sorgen helle Weiß- und Cremetöne für einen harmonischen Ausgleich. Unsere Tipps und Hinweise aus der Innenraumgestaltung sorgen für stimmige Badezimmerkonzepte, vollkommen unabhängig von Modefarben.
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Badezimmer Farben: Weiß, Blau – oder mal ganz anders?

Morgens immer schlecht gelaunt im Bad? Das kann an der frühen Uhrzeit liegen – oder daran, dass die Farbgestaltung die Stimmung trübt. Innenarchitekten setzen schließlich ganz bewusst Farben ein, um stimmungsvolle Räume zu schaffen. Nur die Badezimmer, die wurden lang in schlichten Farben gehalten. Weiß dominierte, weil es Schmutz leichter erkennbar macht – und insgesamt „sauber“ wirkt. Im Laufe der Zeit fanden sich auch Blautöne, Beige- und Grüntöne ein. Moderne Wohnkonzepte lassen sich damit nicht wirklich umsetzen – und deshalb sind moderne Badezimmer in ganz unterschiedlichen Farbrichtungen zu bewundern. Und moderne Bäder können auch sehr schlicht ohne auffällige Farbakzente auskommen.

Grundsätzlich gilt aber immer:

  • kleine und verwinkelte Bäder profitieren von hellen, warmen Farben
  • weitläufige Badezimmer mit hohen Decken werden durch Erdtöne und dunkle Farben gemütlicher

Badezimmer Farben: Drei Fragen vor der Farbauswahl

Bevor es an die Farbauswahl gehen kann, stellt sich zuerst eine sehr wichtige Frage: Welcher Stil soll es eigentlich werden?

Erst wenn die Entscheidung für oder gegen die grobe Stilvorgabe

gefallen ist, lässt sich an konkrete Gestaltungsideen denken.

Die zweite große Frage folgt sogleich: Welches Budget ist denn vorhanden?

Der Studentenhaushalt in der Mietwohnung wird sich vielleicht eher auf ausgewählte, leicht wieder zu behebende Accessoires beschränken. Denn größere Umbauten sind sowohl kostenintensiv als auch mit dem Vermieter abzustimmen – das beschränkt die Möglichkeiten der Farbgestaltung im Bad auf reversible Optionen.

Im Eigenheim mit Budget im eher vierstelligen Bereich wäre der Handlungsrahmen dagegen viel größer, auch für schöne Spielereien wie diese hier: eine farbige Badewanne!

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Farben brauchen ausreichend Licht, um zu wirken. Deshalb ist die dritte und letzte Frage zur richtigen Farbauswahl: Gibt es denn ausreichend Tageslicht im Badezimmer?

Ja zum Tageslicht im Bad

Dunklen Farben und kräftigen Mustern steht nichts entgegen. Eine bunte Farbauswahl erstrahlt durch das natürliche Licht, kleinere Bäder mit reichlich Tageslicht wirken insgesamt luftiger und großzügiger – deshalb sind alle erdgebundenen, dunkleren Farbtöne machbar, selbst wenn der Raum selbst eher schmaler geschnitten ist.

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Rein weiße Bäder wirken dagegen eher kühl, steril und leblos – wer ein insgesamt sehr helles, aber heimeliges Badambiente erzeugen möchte, setzt vielleicht eher auf sanft getönte Farben wie Beige, Vanille, pastellige Sand- oder Ockertöne oder Altweiß. Kaltweiße, blaustichtige Farben unterstreichen den sterilen, cleanen Eindruck.

Nein zum Tageslicht im Bad

Es gibt sie noch, die Bäder ohne Tageslichtquelle. Reflektierende Flächen in Form von Spiegeln und helle, kräftige Farben sind das „must-have“, um das Bad hell und freundlich zu gestalten. Je heller das heimische Badezimmer gestaltet ist, desto nachhaltiger ist es auch. Denn das Licht reflektierende Oberflächen, allen voran natürlich Fliesen und glatte, helle Oberflächenstrukturen, wirken sich nachhaltig auf den Stromverbrauch aus. Wer sein innenliegendes Bad also gleich Energieeffizient einrichten möchte, sollte auf stärker das Licht reflektierende Farben setzen. Die gibt es zum einen im Fachhandel mit spezieller Pigmentbeimischung.

Zum anderen sagt die klassische Farbenlehre: Schwarz reflektiert vergleichsweise wenig, auch dunkle Erdtöne sammeln jedes Fünkchen Licht. Damit wird mehr Energie in Form von geschickter Beleuchtung nötig, um den Raum angenehm hell zu gestalten. Das entfällt, wenn der Raum insgesamt mit reflektierenden, also eher hellen Farben eingerichtet wird. Denn dann wird weniger Energie zur Aufhellung benötigt. So lassen sich LEDs mit niedrigerer Leistung einsetzen, die gleichzeitig noch Stromkosten sparen – ohne dabei auf ein helles Badezimmer verzichten zu müssen.

Tipps zum gezielten Einsatz von Farben

Tipp 1: ausgewogene Farbgeestaltung

Nicht mehr als drei Farben parallel einsetzen. Wobei in der Badgestaltung auch gilt: Bewusst Kontraste einzubauen kann richtig schön werden! Meist wird eine Wand mit einer leuchtenden Farbe in Szene gesetzt. Die restliche Badezimmer Farbe beschränkt sich dann auf kleinere Farbtupfer, gesetzt durch Handtücher oder weitere Accessoires.

In schmalen Bädern lässt sich mehr Weite schaffen, wenn eine der schmalen Seiten in einem dunklen Farbton gehalten ist.

Ist das Badezimmer größer und bereits bunt gestaltet, lässt sich mit einer weißen oder hell abgetönten Wand optisch mehr Tiefe erreichen.

Tipp 2: Boden- und Deckengestaltung beachten

Helle Böden und Ton-in-Ton-Gestaltung lassen den Raum offen und luftig wirken, dunkle Böden dagegen wirken erdend und geben Sicherheit.

Sind die Decken merklich heller als die Wände, wirkt der Raum luftiger. Mit dunklen Decken werden hohe Altbauräume optisch abgesenkt.

Tipp 3: Möbelfarbe passend auswählen

Helle Möbel im dunkler gestalteten Badezimmer lassen die heimische Wohlfühloase kleiner wirken. Dunkle Möbel im bunt oder hell gehaltenem Bad schaffen Weite und Offenheit. Mit ein Grund, warum rustikale Landhaus- und mediterrane Badezimmer sowohl gemütlich als auch eher weitläufig wirken. Hier ein cleaner Stil mit hellen Badmöbeln auf dunklem Boden.

Alternativen zur bunten Fliese: Putz, Tapete und nackte Wand

Neben einfarbigen oder bunten Fliesen bieten sich verschiedene Putzsorten dazu an, mit entsprechender Badfarbe gestrichen oder gespachtelt zu werden. Ein fachgerecht angebrachter Putz lässt sich im Zweifel schneller farblich verändern als Fliesen, die nur unter größeren Anstrengungen wieder von der Wand entfernbar sind. Wer sich also wahrscheinlich alle drei bis fünf Jahre nach farblicher Veränderung im Bad sehnt, könnte eher zu Putz oder wasserfesten Tapeten tendieren.

Achtung bei der Farbauswahl: Badezimmer Farben sind speziell gekennzeichnet für die Wandgestaltung im Badezimmer und zeichnen sich durch hohe Nassabriebsbeständigkeit und eine Resistenz gegen Schimmel aus. Die Wandfarbe verhindert damit, dass sich im Putz Schimmelpilze ansiedeln könnten.

Vorsicht bei der Strukturauswahl: Gröbere Strukturputze verleihen dem Raum zwar mehr Gemütlichkeit und eine gewisse „Natürlichkeit“, allerdings setzt sich in den Rillen schneller Staub ab. Das wiederum ist eine größere Herausforderung beim Putzen, als es glatte Wandfliesen je sein könnten.

Für mehr Farbe im Bad eignen sich auch farbige Badezimmer Tapete und eine besondere Badezimmer Beleuchtung für die Neugestaltung und Akzentuierung des Badezimmers.

Dieser Artikel wurde erstellt von: Sabrina Sailer, Redakteur www.Modernes-Bad.com